PRO PLÄNTERWALD Aktuell


Bürgerfragestunde in der BVV am 25. August 2011

Das Treptower Rathaus, jetzt Sitz der BVV Treptow-Köpenick
Bezirksstadtrat Rainer Hölmer(SPD) bleibt beim Bebauungsplan 9-7 für das Spreeparkgelände: d.h. Verbreiterung von Dammweg und Parkhaus im Wald für einen zukünftigen Megarummel!

Zur letzten BVV- Sitzung in der abgelaufenen Legislaturperiode am 25.8.2011 wollten wir es noch einmal wissen, ob bei dem Thema Spreepark und Plänterwald, das wir über die letzten 10 Jahre immer wieder in die Debatte geworfen haben, bei den Bezirksoberen ein Umdenken einsetzt. Der Inhalt der Frage und die Antwort sind hier skizziert.
(bitte klicken Sie auf die hervorgehobenen Worte, wenn Sie die Bürgerfragen lesen wollen).
Aber es geschehen keine Wunder. Und doch war die Antwort von Bezirkstadtrat Hölmer ein unerwartet klares Bekenntnis zu den gescheiterten Bemühungen, noch immer für das Spreeparkgelände auf einen Superinvestor zu setzen. Offensichtlich sind an der Bezirks-SPD Treptow-Köpenick sowohl öffentlich vorgetragener Protest als auch die Diskussionen anlässlich des HAU - Spektakels im Plänterwald spurlos vorübergegangen.
10 Jahre Stillstand und Beharren auf unrealistischen Positionen genügen nicht. Eine weitere Legislaturperiode solltatenlos verstreichen, wenn sich das die Berliner gefallen lassen. Die jungen Leute, die in jüngster Zeit das Gelände in Besitz nahmen, machten nicht den Anschein.
Übrigens vertrat auch der Kandidat der SPD unseres Wahlkreises für das Abgeordnetenhaus Andy Jauch eine andere Haltung als sein Parteifreund Hölmer. Das lässt hoffen!

Ebenfalls wollten wir wissen, ob die Politik endlich reagiert auf die ungeregelten Rechtsformen der Zwischennutzung des Spreeparkes. Das Zulassen rechtsfreier Räume stärkt jedenfalls nicht die Demokratie im Lande. Unsere Frage wurde zurückgewiesen.
(bitte klicken Sie auf die hervorgehobenen Worte, wenn Sie auch diese Bürgerfrage lesen wollen).

Es gibt offensichtlich niemanden in Berlin, der die Verantwortung übernehmen will:
nicht der Bezirk Treptow-Köpenick, nicht der Liegenschaftsfonds, bisher auch nicht der Finanz-
senator und erst recht nicht die Deutsche Bank AG.

Manfred Mocker und Klaus Mannewitz

Tag des Plänterwaldes 2011

Naturschützerin Birgit Protze und Förster Stefan Vogt
"Tag des Plänterwaldes am 14.Mai 2011"
Für alle Freunde des Plänterwaldes veranstalteten wir - diesmal im Jahr des Waldes - unseren Waldtag. Immer mehr Menschen erkennen, wie wertvoll so ein Wald in der Großstadt für uns alle ist und wie notwendig es ist, diesen Wald zu pflegen, zu fördern und zu erhalten.

Über 40 Personen beteiligten sich an einer geführten Waldwanderung mit dem neuen Förster, Herrn Stefan Voigt, und mit Frau Protze vom Naturschutzamt, die um 10:00Uhr am Rathaus Treptow begann und mit besonderem Schwerpunkt den nördlichen Teil unseres schönen Waldes berührte. Denn hier waren die Forsten in letzter Zeit besonders aktiv. Es galt alten, schon jetzt majestätischen Eichen, Licht zu schaffen für weitere Jahrzehnte gesunden Wachstums.


Gegen 12:00Uhr erreichten wir die Waldschule und genossen bei einem Waldbuffet die Gastfreundschaft des Waldschulteams.
Das Wetter war bis dahin immer besser geworden. Wir rückten die Stühle auf die Wiese und setzten unser auf der Wanderung aufgenommenes Gespräch mit Herrn Voigt und Frau Protze und nun auch mit Frau Fabian von der Waldschule fort.
Auf Anfrage der Teilnehmer informierte die AG Pro Plänterwald über die Lage beim Spreeparkdebakel und machte mit unserer neuen Erklärung zum "Tag des Plänterwaldes 2011"
bekannt. (bitte klicken Sie auf die hervorgehobenen Worte, wenn Sie die Erklärung lesen möchten).
Es ging um die „Probleme der Pflege und Entwicklung des Landschaftsschutzgebietes“ und dabei diesmal vorrangig um das Problem der Wege: „Waldwege oder Trampelpfade, wieviel Platz bleibt für den Wald?“, so fragten wir in der Ankündigung.
Fast alle anwesenden Waldfreunde unterstützten Forst und Naturschutz darin, dass es nötig ist, die vielfältig verzweigten,verdoppelten und verdreifachten Wege zu reduzieren, damit erstens der Wald den Platz hat, den er zum Gedeihen benötigt und damit zweitens dem Förster diverse Maßnahmen zur Verkehrssicherungspflicht erspart bleiben, die bedeuten, überall zu schneiden und zu fällen, wo Gefahr für Wegebenutzer besteht.
Ein Gast, der erst in der Waldschule auftauchte sah das alles ganz anders und verlangte selbst zu entscheiden, welcher Weg bleiben muss. Ihm missfiel das Zulegen von Trampelpfaden zwischen Poetensteig und Wasserweg. Ein Blick auf historische Karten zeigte, dass auch die Konzeption des Waldbegründers Gustav Meyer in diesem Gebiet keine weiteren Wege vorsah, obwohl die ganze Anlage der Wege in Verlängerung des Treptower Parkes bereits Parkcharakter besitzt und vielfältige Möglichkeiten abwechslungsreicher Weggestaltung zulässt.
Briefwechsel mit der Senatsverwaltung für Finanzen

foto: Max Hollenbach Preisträger im Fotowettbwerb zum Jahr des Plänterwaldes 2008
Thema: „Spreepark Berlin-Plänterwald“ im Bezirk Treptow/Köpenick; eine Lösung muss gefunden werden.
Zu diesem Thema befragte unser Mitstreiter Herr Klaus Mannewitz den neuen Finanzsenator, Herrn Nußbaum, der in dieser festgefahrenen Problematik der wichtigste Ansprechpartner des Berliner Senats ist. Denn das Schloss vor dem Spreepark -links im Bild- sollte endlich für eine ökologisch vernünftige Nutzung des Spreeparkgeländes geöffnet werden.

Gegenstand desSchreibens: Darlegung des seit langem unbefriedigenden Zustandes um die „Spreepark-Affäre“ im Plänterwald, Ortsteil von Treptow/Köpenick. Basis ist der Erbbaupachtvertrag von 1996, die Nichterfüllung durch die „Spreepark Gmbh & Co KG“, die enorme Verschuldung des Objekts von ca. 20 Mio. € und die nicht erkennbare Lösungsmöglichkeit unter den derzeitigen Bedingungen. Über allem steht die Verantwortlichkeit des Senators für Finanzen von Berlin als Vertragspartner für den abgeschlossenen Vertrag.

Lösungsvariante nach unserer Vorstellung: Vertragsgemäßer Heimfall nach Abschluss des Insolvenzverfahrens wegen permanenter Vertragsverletzung, Entschuldung des Areals von der Grundschuld, Aufgabe der krampfhaften Versuche der Vermarktung für einen Großvergnügungspark und damit Aufgabe des vorläufigen Bebauungsplanes 9-7, Übergabe des Areals in die Verantwortung des Stadtbezirks Treptow/ Köpenick und Teilrenaturierung mit gleichzeitiger Realisierung eines ökologischen bürgernahen Freizeitparks mit kleinen temporären, separaten Schausteller Präsentationen.

Hier nun der Wortlaut des Briefes an Finanzsenator Nußbaum vom November 2009.
Erklärung zum Geschehen um die Spreeparkruine

foto: Menzel
Hat der Spreepark eine Zukunft?
Nach wie vor ist der vergammelte Spreepark ein Ärgernis für viele Berliner. Während Herr Witte jede Woche eine neue Sau durchs Dorf treibt - Vorhaben und Neuigkeiten kann man nicht mehr zählen -, fordern wir ein Umdenken bei Verwaltung und Bezirkspolitik für umweltverträgliche Lösungen. Vor allem geht es um eine öffentliche Diskussion von Investoren und Stadtplanern mit den Bürgern, bevor Entscheidungen getroffen werden.
Das Bürgerkomitee nutzt die Bürgerfragestunden der BVV Treptow-Köpenick, um Korrekturen der Bauleitplanung, die das Parkhaus mit 900 Plätzen und anderes beinhaltet, einzufordern. Anlässlich der Septembertagung der BVV bemerkte der Bezirksstadtrat Herr Holmer auf unsere Anfrage: Ein Quartal ist rum, und damit sind wieder Anfragen des Bürgerkomitees fällig. Wir sehen das als Anerkennung, denn eine Bürgerinitiative, die nicht kritisch wirkt, ist überflüssig.
Die Antwort des Bezirksamtes auf unsere Anfrage wurde kurz gefaßt. Falls ein Investor den Zuschlag für das Spreeparkgelände erhält, wird die Bauleitplanung fortgesetzt, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für Projekte spielen da keine Rolle.
Das heißt im Klartext, keine Korrektur der Grausamkeiten gegenüber dem Landschaftsschutzgebiet. Das Bürgerkomitee übergab der BVV und dem Bezirksamt unsere Erklärung zum "Geschehen um die Spreeparkruine".
Niemand soll sich künftig darauf berufen, dass er die Gefahren für den Plänterwald nicht gekannt hätte, und nur ein Herr Witte hätte an allem Schuld.
Erhard Reddig
Plänterwaldfest am 15. und 16. Mai 2009 rings um das Lokal "Jawoll"
50 Jahre Neubebauung
Wir laden ein zu einem Wohngebietsfest im Ortsteil Plänterwald am 15.und 16. Mai. Am Ärztehaus Galilei-Straße um das Lokal „Jawoll“ soll ein buntes Treiben Anwohner und Gäste überraschen und zum Verweilen einladen.
Der Anlass für unser Fest ist ein wichtiges Jubiläum für Plänterwald: Bis 1958 gab es zwischen Baumschulenweg und Treptow nur die Randbebauung an der Neuen Krugallee und der Köpenicker Landstraße und die Reihenhäuser im Dammweg.
Vor 50 Jahren zogen die ersten Familien in die neu gebauten Wohnungen in den Innenbereich des heutigen Ortes Plänterwald. In den schweren Jahren der Nachkriegszeit gab es hier neue moderne Wohnungen - und das idyllisch gelegen nahe der Spree am schönen Plänterwald. mehr zum Anlass
Eröffnet wird das Fest am Freitag, 15. Mai 2009 um 15:00 Uhr vor dem Lokal „Jawoll!“ durch den stellvertretenden Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat Michael Schneider. Dann folgt eine kommunal -und umweltpolitische Podiumsdiskussion mit Herrn Schneider.
Ab dem späteren Nachmittag bis in die Abendstunden wird das Podium zur Bühne und die Bühne wird auch am Samstag abwechslungsreiche Unterhaltung bieten. Wir erleben bekannte Tänzer, Musiker, Sänger, Kabarettisten und andere Unterhaltungskünstler in überraschender Kombination.
Ringsum die Bühne erwarten wir an ihren Ständen Vertreter der im Bezirk agierenden demokratischen Parteien, Mitglieder des Berliner Mietervereins und Mitstreiter von Bürgerinitiativen und der Volkssolidarität. Auch die Waldschule Plänterwald wird mit Ihren Themen überraschen und unterhalten.
Natürlich wird auch das leibliche Wohl nicht vergessen. Dafür sorgt in bewährter Weise das Lokal „Jawoll“. Lesen Sie hier unser Einladungsplakat!
Auslegung der Planunterlagen zur Fortsetzung der A100 nach Treptow
AUTOBAHNLOBBY SCHLÄGT ZU
Mit der Auslegung der Planunterlagen tritt die Vorbereitung des Autobahnbaus für die A100 nach Treptow in die heiße Phase. Obwohl klar ist, dass die Autobahnlobby sich nicht mehr stoppen lassen will und Bürgereinwendungen- wie in anderen Fällen - einfach ignoriert werden sollen, ist es wichtig, dass sich viele Leute informieren und protestieren.
Das Planfeststellungsverfahren zur Verlängerung der Berliner Autobahn A100 vom Dreieck Neukölln nach Treptow läuft: Die Planungsunterlagen werden vom 9. März bis zum 9. April 2009 ausgelegt.
Die Stadtautobahn-Planung kann eingesehen werden:
im Rathaus Treptow (Neue Krugallee 4) Raum 22 und
im Rathaus Neukölln (Karl-Marx-Str. 83) Raum N6006
jeweils Mo-Mi 9-16 Uhr, Do 9-18 Uhr und Fr 9-14 Uhr.
Vom Beginn der Auslegung an haben Sie 6 Wochen Zeit, ihre Einwendungen vorzubringen (bis 23.4.2009 Posteingang). Bitte informieren Sie sich weiter bei
Bürgerinitiative Stadtring Süd BISS Berlin www.stop-A100.de


Der Spreepark ist ein Gegenstand des Filmes von Peter Dörfler "Achterbahn", der das Leben des Schaustellers Norbert Witte zum Inhalt hat
ACHTERBAHN der Genauigkeit
Wir möchten hiermit über eine Presseerklärung vom 15. Februar informieren, die das Bürgerkomitee Plänterwald zum Berlinalestart des Dokumentarfilms „Achterbahn“ von Peter Dörfler verfasst hat. Nach Meinung des Bürgerkomitees brüskiert Herr Witte in dem Film die Berliner Politik im Senat und im Bezirk und stellt das Dilemma des Spreeparks nicht annähernd wahrheitsgetreu dar.
Ein Mitstreiter formulierte ungehalten: "Es ist uns völlig unklar, wie sich unbescholtene Filmschaffende zu diesem Filmmachwerk hergeben konnten, welches auch noch den Anspruch einer Dokumentation erhebt ohne im geringsten nach allen Seiten zu recherchieren."
Dieser mit großem Aufwand gedrehte Streifen genießt öffentliche Förderung. Wir glauben, man kann den Teil des Filmes, der sich mit dem Spreepark beschäftigt, nicht unwidersprochen hinnehmen.

Allen Lesern, die sich noch genauer mit den tatsächlichen Vorgängen um den Spreepark, seinem Niedergang, der Insolvenz, dem Erbbaurecht und der Problematik des Schuldenbergs beschäftigen will, empfehlen wir die Sonderausgabe des Plänterwaldblattes vom Februar 2009
BA Treptow-Köpenick Amt für Umwelt und Natur lädt ein"
BÜRGERVERSAMMLUNG
zur Vorstellung des Gutachtens von Prof. Dr. Balder (TFH) über den Zustand der Platanen in der Puschkinallee und Möglichkeiten der Bestandsentwicklung
21.Januar 2009 18:00 Uhr
im RathausTreptow,
Raum 217