AG PRO-Plänterwald eine Bürgerinitiative zur Bewahrung des Plänterwaldes!

Es handelt sich um das citynächste Waldgebiet Berlins, das zusammen mit dem Treptower Park, der Insel der Jugend, Altstralau und dem Rummelsburger See eine unverwechselbare identitätsstiftende Berliner Spreelandschaft bildet. Seit Jahrzehnten haben die Berliner nicht nur aus Treptow, Neukölln und Kreuzberg von diesem naturnahen Raum Besitz ergriffen, der gleichzeitig mit der Archenholdsternwarte, dem Sowjetischen Ehrenmal, der Gaststätte Zenner und dem Treptower Hafen zu Bildung, Besinnung und Naherholung einlädt. Diese Landschaft soll so genutzt werden, dass ihre Schönheit bewahrt wird und auch kommende Generationen die Möglichkeit haben, hier echte Natur zu erleben und sich dabei zu erholen.



foto: seriot 2010


DEMO Hände weg vom Dammweg!


foto bremer

Mit Roller und Rollator: Hände weg vom Dammweg!
Auf diese kurze Formel brachten wir unsere Ablehnung der Ausbau- pläne für den Dammweg im Plänterwald. Sicher benötigt der neue Kunst-und Kulturpark und das Eierhäuschen – falls es irgendwann mal fertig wird - eine Wirtschaftszufahrt und sicher sollen behinderte Personen auch am Ort parken können. Aber das alles leistet der Dammweg in seiner jetzigen Breite vom 4,50m ohne Bordsteinkanten und Kanalisierung.
Seit wir mit Planern über das Problem reden, wird mantraartig wiederholt, der Dammweg sei der Hauptweg für Fußgänger, Fahrräder und den MIV, und er wird so geplant, wie es der Sachzwang gebietet. Diese Argumente haben wir hinreichend widerlegt. Die hauptsächlichen Verkehrsströme von Fußgängern und Radfahrern verlaufen nicht über den Dammweg und die Einschränkung des MIV im LSG sollte langsam Allgemeingut geworden sein. Und warum wird die Lage im Land- schaftsschutzgebiet nicht auch als Sachzwang für die Verkehrslösung im Plan 9-7 erkannt.
Das alles empört zunehmend die Menschen aus Plänterwald, Treptow-Köpenick und viele Bürger*innen aus ganz Berlin. Unsere Demonstration vor Ort am 23. März verlief mit wort –und tongewaltiger Unterstützung durch den Liedermacher Karl Nümmes. Es kam Feierstimmung auf im Dammweg, als unsere Demo loszog: Roll´n wir uff´m Damm mit Roller und Rollator: Das finde ich toll! Und wir singen: Hände weg! Hände weg! Hände weg vom Dammweg! Es wurden immer mehr und am Ende waren es mehr als 300 Teil- nehmer*innen, die sich uns anschlossen.
Vor den Kleingärten der Anlage „Rathaus Treptow“ (Mitorganisatoren) fand dann ein Abschlussmeeting statt. Die Bürgerinitiative Pro Plänterwald, die Gärtner und die Waldschule sprachen über ihre spezifischen Gründe für die Ablehnung des Ausbaus.
Jacob Zellmer begrüßte die Demo im Namen der Bündnisgrünen aus der BVV von Treptow-Köpenick. Er legte auch dar, dass in der BVV die Ausbaupläne von vielen Verordneten gutgeheißen werden. Das stieß auf Empörung bei den Demonstranten.
Abschließend sprach Katalin Gennburg, die Wahlkreisabgeordnete für das AH, die der Fraktion dieLinke angehört. Die Unterstützung unseres Anliegens verband sie mit der Forderung, den neuen Kunst-und Kulturpark nicht zu einem Kommerzort verkommen zu lassen, sondern als öffentlichen Raum mit freier Zugänglichkeit zu gestalten. Dafür erhielt sie viel Beifall.

In einer Erklärung fordern die Demonstranten: „Hände weg vom DAMMWEG: Keine Verbreiterung, keine Stadtstraße durch den geschützten Wald!“
Und weiter: „Wir fordern, dass Stadtplanung in die Öffentlichkeit gehört und erklären, dass die formale Beteiligung am Bebauungsplan- verfahren 9-7 des Bezirkes Treptow-Köpenick nicht ausreicht, um das Landschaftsschutzgebiet Plänterwald sicherzustellen und die in Vorbereitung befindlichen Ausbaupläne für den Dammweg zu stoppen. Für den Bürger ist die Aufgabenteilung von inhaltlicher Planung bei Grün-Berlin und offizieller Bebauungsplanung durch das Bezirksamt zu unübersichtlich. Wir wollen nicht, dass nach langer Zeit ohne Information plötzlich ein fertiger Plan da ist, der dann kaum noch geändert werden kann, mit anderen Worten, wir greifen heute zu dem Mittel der „RECHTZEITIGEN BÜRGERBETEILIGUNG“ und hoffen, dass unsere Aktion verstanden wird und der Dammweg DammWEG bleibt…
…Wir sagen: KEINE AUTOS IN DEN PLÄNTERWALD! Das war die vorausschauende Losung einer Bürgerinitiative aus Baumschulenweg, Plänterwald und Neukölln bereits vor 20 Jahren.“ Soweit die Teilnehmer*innen der Demonstration am 23. März 2019 in Plänterwald.
Möge unser Dammweg vor "Urbanisierung " geschützt bleiben!


Bürgerkomitee Plänterwald und Bürgerinitiative Pro Plänterwald